Da sich die Liegequalität im Laufe der Zeit verschlechtert, sollten Matratzen nach spätestens zehn Jahren ausgewechselt werden. Qualitativ hochwertige Matratzen halten grundsätzlich länger als minderwertige. Nach einigen Jahren Benutzung empfiehlt sich eine gründliche Reinigung. Im gewerblichen Bereich, etwa in Hotels, sind hygienisch saubere Matratzen eine Grundvoraussetzung für zufriedene Gäste. Daher ist hier mindestens einmal jährlich eine professionelle Matratzenreinigung nötig.
Insbesondere für Allergiker reicht ein einfaches Absaugen der Matratzen nicht aus, da sich trotz eines Bettlakens mit der Zeit Hautpartikel und Schweiß ansammeln. Ältere und ungereinigte Matratzen bieten Milben, Keimen und Bakterien einen idealen Lebensraum.
Verschiedene Dienstleister bieten eine professionelle Matratzenreinigung vor Ort an: Durch einen Test wird zuerst der Belastungsgrad durch Milben und Keime festgestellt. Danach wird der Schmutz mit speziellen Reinigungsgeräten bis in den Matratzenkern gelöst, mit hoher Saugleistung aus der Matratze entfernt und vom Dienstleister später fachgerecht entsorgt. Durch einen für Menschen und Tiere ungefährlichen Einsatz von UV-Strahlen werden alle Milben, Bakterien und Viren abgetötet. Zum Abschluss der Reinigung werden die Matratzen mit einem duftfreien Antimilbenspray behandelt. Das Bett kann nach wenigen Stunden wieder benutzt werden - ganz wichtig besonders für Hotels.
Je nach Benutzungsgrad hält eine professionelle Matratzenreinigung sechs bis zwölf Monate vor und bietet die Sicherheit einer hygienisch sauberen Matratze. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Matratzen nicht umständlich zu einem Profireiniger transportiert werden müssen. Pro Matratze dauert die Reinigung etwa 20 Minuten und kostet ab etwa 30 Euro, abhängig vom Grad der Verschmutzung.
Wer erholsam schlafen möchte, greift am besten zu hochwertigen Feder- und Daunenbetten. Da aber auch die höchste Qualität im Laufe der Zeit einem natürlichen Verschleiß unterliegt, sollten Sie die Federn und Daunen Ihrer Kissen alle zwei Jahre und die Ihrer Oberbetten alle vier Jahre von einem Profi waschen oder reinigen lassen. Dabei wird das alte Füllgut entleert, in einer speziellen Maschine dampfgereinigt oder gewaschen, getrocknet und in ein neues Inlett gefüllt. Sie bekommen Ihre Kissen und Decken dann sauber, fachkundig zugenäht und zusammengelegt zurück.
Unsere Haut stößt regelmäßig abgestorbene Hautzellen ab - etwa 0,5 bis 1 Gramm pro Tag und Mensch. Von diesen Hautschuppen leben Milben. Das sind winzigkleine Spinnentiere, die es warm lieben und sich deshalb gern in unseren Betten aufhalten. In einer einzigen Matratze leben bis zu zehn Millionen Milben.
Allergiker reagieren auf den Kot der Milben mit einer verstopften Nase, Juckreiz in Augen und Nase, Niesanfällen oder sogar Atemnot und Asthma. Um allergische Reaktionen so weit wie möglich zu reduzieren, sollten Sie Ihr Bett gut pflegen und Ihre Matratze spätestens nach zehn Jahren gegen eine neue eintauschen.
Wichtig beim Kauf einer neuen Bettdecke ist vor allem, dass sie waschbar ist. Moderne Bettdecken sind sogenannte Kassettendecken, erhältlich in verschiedenen Gewichtsklassen. Achten Sie beim Kauf auf das Wäschezeichen: Erst bei einer Waschtemperatur von 60° sterben die Milben ab und können keinen neuen Kot produzieren. Allergiker sollten ihre Decke einmal monatlich waschen, um den Fortpflanzungszyklus der Milben zu unterbrechen.
Beim Deckenkauf sollten Sie außerdem darauf achten, ein hochwertiges und atmungsaktives Material auszuwählen. Denn wer unter der Bettdecke schwitzt, befördert durch das feucht-warme Klima die Fortpflanzung der Milben. Die kleinen Spinnentiere mögen keine Kälte. Deshalb sollte Ihr Schlafzimmer immer gut gelüftet und eher zu kühl als zu warm sein. Da ein Schläfer pro Nacht etwa 700 Gramm Flüssigkeit ausschwitzt, ist es wichtig, in möglichst atmungsaktiven Materialien zu schlafen, zum Beispiel in Daunen, Baumwolle, hochwertigen Kunstfasern, Kapok oder Wolle. Lüften Sie Bettdecke und Kissen zusätzlich, damit der Körperschweiß besser verdunsten und das Gewebe trocknen kann.
Wechseln Sie Ihre Bettwäsche etwa alle zwei Wochen; wenn Sie stark schwitzen sogar noch häufiger. Bei dieser Gelegenheit können Sie gleich die Matratze gründlich absaugen und Bettkasten bzw. Lattenrost mit einem feuchten Tuch reinigen. Ihre Matratze können Sie zusätzlich mit einem Antimilbenspray behandeln.
In Deutschland steigt die Zahl der Bettwanzen immer mehr an. Vermutlich werden sie von Reisenden aus Übersee als blinde Passagiere im Gepäck angeschleppt. Eine weitere Quelle sind Taubennester, denn dort halten sich die beißenden Insekten bevorzugt auf. Ihre Resistenz hat deutlich zugenommen, sodass herkömmliche Insektizide ihnen nichts mehr anhaben können.
Bettwanzen sind nachtaktive Tiere, die tagsüber kaum zu sehen sind und sich in Ritzen, Betten, Lüftungsschächten oder hinter Tapeten aufhalten. Nachts werden sie von der Atemluft des Schlafenden angelockt, lassen sich von der Zimmerdecke fallen, beißen zu und saugen Blut. Vollgesogen wachsen die Bettwanzen von vier bis fünf Millimeter Größe auf neun Millimeter an.
Die Bisse sind kleine Punkte von circa fünf Millimeter Durchmesser, die gut an einer ringförmigen Hautrötung erkennbar sind. Oft gibt es mehrere Bisse nebeneinander - eine sogenannte Wanzenstraße. Die Stellen sind zwar schmerzfrei, lösen aber einen starken Juckreiz und manchmal leichte Blutungen aus. Da Bettwanzen unter anderem Hepatitis B übertragen, sollten Sie beim Zerquetschen der Tierchen vorsichtig sein, denn auch dabei kann es zu einer Infektion kommen.
Haben Sie Bettwanzen entdeckt, rufen Sie am besten einen Kammerjäger. Der Profi kann die Wanzen und ihre Eier entweder mit Chemikalien abtöten oder mit Hilfe eines Spezialofens, durch den die Zimmertemperatur für ein bis zwei Tage auf 55 Grad Celsius erhöht wird. Erwachsene Bettwanzen können sogar bei Minusgraden überleben und bis zu 40 Wochen ohne Nahrung auskommen.
Bier
In lauwarmem Wasser mit Seife lösen. Alte Flecken können mit Spiritus und Wasser ausgebürstet werden.
Blut
Frische Flecken lassen sich mit kaltem Wasser lösen. Alte Flecken mit verdünntem Salmiakgeist (Ammoniak) betupfen. Danach gut spülen und waschen.
Frische Flecken
Hier sollte man sich die Sprudelkraft der Kohlensäure zu Nutze machen. Geben Sie etwas Mineralwasser auf den Fleck, warten Sie bis die Kohlensäure entweicht und versuchen Sie, mit der Feuchtigkeit den Schmutz aus dem Textil zu ziehen (z.B. mit einem Handtuch).
Gemüseflecken
Mit kaltem Wasser gründlich spülen. Danach in einer Boraxlösung einweichen und ausspülen.
Kaffee
Erst mit kaltem Wasser spülen. Danach mit verdünntem Salmiakgeist und kaltem Salzwasser spülen.
Kaugummi
Den Stoff in einen Beutel packen und in der Gefriertruhe etwa eine halbe Stunde kalt stellen. Der Kaugummi wird dadurch bröckelig. Danach ausbürsten. Sollte der Kaugummi schon ins Gewebe eingedrungen sein, die betroffene Stelle mit Nagellackentferner einreiben.
Kugelschreiber, Filzschreiber
Flecken mit einem in Zitronensaft oder in hochprozentigem Alkohol (80-90%) getränkten Tuch behandeln. Zwischendurch gelösten Farbstoff mit einem Papiertaschentuch aufsaugen.
Filzstift oder Markerstifte
Filzstift- oder Markerstift Flecken mit Haarspray einsprühen, 15 Minuten einwirken lassen und dann mit Wasser ausspülen.
Lippenstift
Mit alkoholgetränktem Wattebausch abtupfen.
Obst
Mit Zitronensaft oder Essig betupfen. Danach ausspülen oder auswaschen.
Öle, Fette
Mit Seifenspiritus oder Weingeist einweichen. Danach mit Seife einreiben und auswaschen. Farbloses Spülmittel wirkt Wunder.
Ruß
Auf den Flecken nicht reiben, sondern sie nur ausklopfen oder wegblasen. Den Fleck mit Salz bestreuen, einwirken lassen und ausschütteln. Dann durchwaschen.
Schokolade
So gut wie möglich mit dem Messer entfernen. Die Stelle anfeuchten, mit Borax bestreuen und mit warmem Wasser ausspülen.
Schweißflecken
Weiß-/Buntwäsche: Fleck mit einer Mischung aus Salmiakgeist und Alkohol (Mischung 1:1) abreiben. Alternativ Textilien 15 Minuten in Wasser, versetzt mit Bleiche, Zitronensäure oder verdünnter Essiglösung, einweichen. Da Bleiche sehr aggressiv ist, sollten Sie die Textilien während des Einweichens beobachten. Wäsche danach normal in der Maschine waschen. Helle Flecke in dunklen Stoffen können auch mit schwarzem Kaffee beseitigt werden.
Wolle: Fleck erst vorsichtig mit Salzwasser ausreiben und dann mit Alkohol nachputzen.
Staub und Schmutz
Den trockenen Fleck ausbürsten. Danach mit Seife auswaschen.
Tee
In warmem Boraxwasser einweichen. Alte Flecken mit Weingeist entfernen.
Tinte
Mit in Zitronensaft gelöstem Salz reiben. Danach auswaschen.
Seife ist das wichtigste Mittel zur Fleckentfernung. Speziell gibt es Gallseife und Terpentinseife. Vielfach lassen sich damit frische Flecken wie Kaffee, Tee, Obst und Wein entfernen.
Spülmittel ist gut geeignet zur Vorbehandlung bei Fettflecken. (Vorsicht bei gefärbten Spülmitteln)
Spiritus dient zur Entfernung von Fetten und Harzen besonders bei empfindlichen Stoffen. Wichtig: Brennspiritus ist kein geeignetes Mittel zur Fleckentfernung. Am besten ist „reiner Spiritus zur Fleckentfernung" oder „Seifenspiritus".
Zitronensaft ist ein geeignetes Mittel gegen Tintenflecken.
Milch wird benutzt, um Flecken einzuweichen. Besonders saure Milch entfernt gut Obstflecken.
Kölnischwasser hilft oft erstaunlich gut bei Fettflecken.
Salz kann als „Fleckenwasser" verwendet werden. Trockenes Salz saugt Fett-, Rotwein- und Rußflecken auf.
Zwiebelsaft hilft Brandflecken zu entfernen.
Eukalyptusöl weicht alte und feste Teerflecken auf.
Essig neutralisiert basische (alkalische) Fleckentfernungsmittel. Es dient nicht zur eigentlichen Fleckentfernung, ist aber geeignet, Farben wieder aufzufrischen: Wurde beim Fleckentfernen eine Farbe verändert, so kann man mit einer Lösung aus 2 Teilen Wasser und 1 Teil Essig die Farben wieder auffrischen.
nur noch
[hours] Stunden [minutes] Minuten
bis Sonnenuntergang