Kaltschaum-Matratzen
Kaltschaummatratzen sind ein Klassiker unter den Matratzen. Sie sind wegen ihrer hohen Lebensdauer und der guten Belastbarkeit so beliebt. Außerdem sind sie pflegeleicht und eignen sich besonders für Allergiker.

Ratgeber Kaltschaummatratzen: So findest Du den richtigen Matratzentyp

Die richtige Schlafunterlage sorgt für erholsame Nächte und gesunden Schlaf. Kaltschaummatratzen zählen zu den häufigsten Matratzentypen: Sie sind langlebig, passen sich dem Körper durch ihre hohe Punktelastizität optimal an und sind auch für Allergiker gut geeignet. Kaltschaummatratzen gibt es zudem in zahlreichen Preisklassen – diese sagen allerdings nicht unbedingt etwas über den Schlafkomfort aus. Hier erfährst Du alles, was Du vor dem Kauf einer Kaltschaummatratze wissen solltest.

  1. Was ist Kaltschaum?
  2. Die Eigenschaften von Kaltschaummatratzen
  3. Für wen eignen sich Kaltschaummatratzen?
  4. Die richtige Matratze finden: Breite, Länge und Höhe
  5. Sinnvolles Zubehör für Deine Kaltschaummatratze
  6. Fazit: Wichtige Fragen vor dem Kauf

Was ist Kaltschaum?

Schaummatratzen zählen zu den beliebtesten Matratzentypen. Man unterscheidet dabei prinzipiell zwischen drei Typen: Komfort-, Memory und Kaltschaum. Letzterer entsteht durch Aufschäumen von Polyurethan. Im Gegensatz zum Komfortschaum, der Dir bei der Suche nach einer neuen Matratze auch immer wieder begegnen wird, härtet Kaltschaum bei Zimmertemperatur aus und muss folglich nicht erhitzt werden. Für die Herstellung von Kaltschaummatratzen wird das Polyurethan in Blöcken aufgeschäumt und ausgeschnitten.

Vor allem hochwertige Kaltschaummatratzen erhalten zusätzliche Einschnitte für Luftkanäle und verschiedene Liegezonen. Kaltschaum ist ungiftig und stößt keine Schadstoffe aus. Zudem ist das Material unempfindlich gegenüber Staub und Milben und damit sehr hygienisch.

Die Eigenschaften von Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen sind punktelastisch. Das bedeutet, sie passen sich dem Körper optimal an, indem sie an schwereren Körperzonen tiefer einsinken. Das entlastet wiederum die leichteren Partien. So wird eine ergonomische Schlafhaltung gefördert, die Rücken und Schultern entlastet. Interessant ist das für alle, die bereits über Rückenprobleme plagen.

Tipp: Kaltschaum reagiert auf Wärme, sodass die "Liegekuhlen" sich erst nach und nach bilden. Beim ersten Probeliegen kann die Kaltschaummatratze daher für manche zu hart wirken. Das gibt sich in der Regel jedoch nach einiger Zeit.

Unruhige Schläfer, die im Laufe der Nacht häufig die Schlafposition wechseln, profitieren mit einer Kaltschaummatratze von ihren schnellen – und lautlosen – Rückbildungseigenschaften. Dreht man sich um, kehrt das Material schnell wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Kaltschaummatratzen sind nicht zuletzt einfach zu handhaben: Sie sind sehr leicht und lassen sich von einer Person unkompliziert drehen und wenden. Etwa zweimal im Jahr solltest Du das auch tun, damit die Liegekuhlen sich zurückbilden können, die Matratze besser auslüftet und somit länger hält.

Für wen eignen sich Kaltschaummatratzen?

Kaltschaummatratzen bieten Seiten-, Bauch-, und Rückenschläfern einen hohen Komfort. Die Luftkanäle im Inneren der Matratze speichern die Wärme und sorgen zugleich für einen effektiven Feuchtigkeitsaustausch. So entsteht ein vergleichsweise warmes Schlafklima, das ideal für alle ist, die nachts leicht frieren.

Auch für Allergiker eignet sich dieser Matratzentyp sehr gut: In dem trockenen Klima finden Milben und Co. keine einladenden Lebensbedingungen vor. Zudem ist das Material selbst feinporig, sodass sich Bakterien und winzige Schädlinge erst gar nicht einnisten können.

Tipp: Als Allergiker solltest Du neben dem passenden Matratzentyp auch Kissen und Decken aus antiallergenen Materialien wählen, wie beispielsweise Daunen oder hochwertige Kunstfasern.

Kaltschaummatratzen sind tendenziell eher fest. Sie sind daher für sehr leichte Personen weniger geeignet, da die Matratzen ihre Punktelastizität so kaum ausspielen können. Zu schwere Menschen sinken dagegen stark ein und sollten ebenfalls zu einer anderen Matratzenvariante greifen.

Kaltschaummatratzen sind insgesamt eine gute Wahl, wenn Du

  • gerne mittelhart bis hart liegst,
  • schnell frierst,
  • Allergiker bist,
  • eher unruhig schläfst,
  • einen verstellbaren Lattenrost nutzt.

Was hat es mit den Liegezonen auf sich?

Verschiedene Liegezonen unterstützen den Körper an strategischen Stellen: Körperschwerpunkte wie Schulter und Hüften sinken tiefer ein, was eine gerade Liegeposition fördert.

Eine Unterteilung in sieben Liegezonen hat sich heute weitgehend durchgesetzt, da sie zu den meisten Erwachsenen passt. Wer größer oder kleiner ist, wird womöglich mit mehr oder weniger Liegezonen besser schlafen. Grundsätzlich müssen die Liegezonen zu den Körperproportionen und zum Liegeverhalten passen.

Kaltschaummatratzen eignen sich auch für verstellbare Lattenroste.

Die richtige Matratze finden: Breite, Länge und Höhe

Die Matratze sollte in Größe und Höhe zum Bett und den Schlafgewohnheiten passen.

Wie groß Deine Kaltschaummatratze sein sollte, hängt einerseits von Deiner Körpergröße ab, aber auch davon, ob Du alleine oder zu zweit schläfst und wie viel Platz in Deinem Schlafzimmer zur Verfügung steht. Für Einzelbetten gibt es die Matratzen in den Formaten

  • 80x200 Zentimeter,
  • 90x200 Zentimeter und
  • 100x200 Zentimeter.

Die 80 und 90 Zentimeter breiten Matratzen lassen sich auch im Doppelbett nutzen. Zwei separate Matratzen sind vor allem dann vorteilhaft, wenn Du und Dein Partner unterschiedliche Schlafgewohnheiten haben. Zudem lassen sich zwei schmale Matratzen einfacher handhaben als eine in Übergröße.

Im Doppelbett eignen sich diese Matratzengrößen:

  • 140x200 Zentimeter
  • 160x200 Zentimeter
  • 180x200 Zentimeter

Wenn Du größer als circa 1,85 Meter bist, solltest Du eine längere Matratze wählen. Kaltschaummatratzen sind auch in Längen von 220 und 240 Zentimeter zu haben.

Neben der Breite und Länge spielt bei der Kaufentscheidung auch die Höhe eine Rolle. Zum einen ist sie wichtig, um die Passung im Bett zu bestimmen: Die Matratze sollte etwa ein bis zwei Zentimeter höher sein als der Bettrahmen, damit Du Dich im Schlaf oder beim Aufstehen nicht daran stößt. Eine zu hohe Matratze kann verrutschen.

Die Höhe sagt auch etwas über das Raumgewicht aus. Das Raumgewicht bezeichnet, wie viel Material für einen Kubikmeter Matratze verwendet wurde. Hier gilt: Je höher die Matratze, desto höher das Raumgewicht und desto hochwertiger ist sie.

Kaltschaummatratzen sollten mindestens 14 Zentimeter hoch sein, da sie ansonsten ihre stützenden Eigenschaften nicht voll ausspielen können und der Schläfer zu stark einsinkt. Schwere Menschen sollten generell zu einer höheren Matratze greifen.

Je höher Bett und Matratze sind, desto leichter fällt das Aufstehen und Hinlegen.

Sinnvolles Zubehör für Deine Kaltschaummatratze

Topper und Unterlagen können den Schlafkomfort verbessern und schützen zudem die Matratze. Ein Topper kann eine etwas zu harte Matratze komfortabler machen, für ein weiches Liegegefühl sorgen oder das Schlafklima anpassen: Ein Topper aus Wolle beziehungsweise Mischgewebe mit Wolle wärmt im Winter zusätzlich, eine Variante aus Baumwolle oder Viscose kann im Sommer die ohnehin schon wärmende Kaltschaummatratze noch angenehmer machen.

Tipp: Beim Einsatz eines Toppers solltest Du darauf achten, sowohl diesen als auch die Matratze regelmäßig auszulüften, damit sich zwischen den beiden Elementen keine Feuchtigkeit bilden kann.

Welche Rolle spielt der Lattenrost?

Der Lattenrost sollte auf Deine Schlafbedürfnisse abgestimmt sein. Mit einer Kaltschaummatratze lässt sich etwa auch ein verstellbarer Lattenrost nutzen. Einen hochwertigen Rost erkennst Du daran, dass er über mindestens 30 Leisten verfügt – je mehr Leisten und je geringer die Abstände, desto höher ist der Komfort. Federnde Leisten erhöhen diesen noch weiter. Hier kann es sinnvoll sein, etwas zu investieren – günstige Rollroste haben oftmals keine federnden Eigenschaften.

Fazit: Wichtige Fragen vor dem Kauf

Planst Du den Kauf einer Kaltschaummatratze, gilt es im Vorfeld einige Punkte zu beachten. Diese Fragen solltest Du Dir stellen:

Wie sind Deine Temperaturanforderungen? Kaltschaummatratzen speichern die Wärme und sind ideal, wenn Du schnell frierst.
Bewegest Du die Matratze häufig? Kaltschaummatratzen sind vergleichsweise leicht und lassen sich auch in großen Größen von einer Person einfach handhaben.
Wie viele Personen schlafen im Bett? Maße ab 160x200 Zentimeter sind für ein Doppelbett ideal.
Leidest Du unter Rückenschmerzen? Die hohe Punktelastizität fördert eine ergonomische Schlafhaltung.
Bist Du Allergiker? Aufbau und Material von Kaltschaummatratzen halten Milben und Bakterien fern.

Bist Du auf der Suche nach einer hochwertigen Kaltschaummatratze? Hier findest Du eine vielfältige Auswahl für alle Schlaftypen. Schau Dich jetzt um!

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