Taschenfederkern-Matratzen
Taschenfederkern-Matratzen sind in vielen Schlafzimmern zu finden und gehören damit zu den beliebtesten Matratzenarten. Durch einzelne Federn, die in kleine Taschen eingelassen worden sind, sorgen die Matratzen für einen entspannten und erholsamen Schlaf.

Federkernmatratzen – das solltest Du vor dem Kauf wissen

  1. Was zeichnet Federkernmatratzen aus?
  2. Diese Federkernmatratzen-Typen gibt es
  3. Die Vorteile von Federkernmatratzen
  4. Die Nachteile von Federkernmatratzen
  5. Woran Du eine gute Federkernmatratze erkennst
  6. Welche Matratze passt zu mir?

Federkernmatratzen sind echte Klassiker in europäischen Betten. Bevor Matratzen aus Kaltschaum oder Latex den Markt eroberten, war die Federkernmatratze der Standard im Schlafzimmer. Damals wie heute besonders beliebt: die Taschenfederkernmatratze. Die klassische Version der Matratze steht bei vielen Käufern wieder hoch im Kurs, seit sich luxuriöse Boxspringbetten wachsender Beliebtheit erfreuen. Denn die Kombination aus Federbox und Federkernmatratze sorgt für den unvergleichlichen Schlafkomfort dieser besonders im englischsprachigen und skandinavischen Raum verbreiteten Bettenart. Auch in Kombination mit einem Lattenrost punkten Federkernmatratzen mit Langlebigkeit und Komfort.

1. Was zeichnet Federkernmatratzen aus?

Das Besondere an Federkernmatratzen ist ihr Innenleben. Viele einzelne Sprungfedern bilden den Kern der Matratze. Darüber sorgt eine Lage Filz dafür, dass die Federn die darüberliegende Polsterung nicht beschädigen. Den Abschluss bildet der Bezug, der in der Regel aus reiner Baumwolle oder aus Baumwollmischgewebe besteht. Federkernmatratzen sind besonders punktelastisch und passen sich dem Körper sehr gut an. Schultern und Becken können einsinken, gleichzeitig wird die gesamte Wirbelsäule gut gestützt. Eine Ausnahme bildet hier nur die Bonell-Federkernmatratze, die eher flächen- als punktelastisch ist. Eine passend zum eigenen Körper ausgewählte Matratze entlastet diesen im Schlaf und sorgt für erholsame Nächte.

Der Aufbau einer Taschenfederkernmatratze

2. Diese Federkernmatratzen-Typen gibt es

Der Grundaufbau von Federkernmatratzen ist immer gleich. Deutliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Art der verwendeten Federn. Hier stellen wir Dir die verschiedenen Matratzen-Typen vor.

Bonell-Federkernmatratzen

Der Bonell-Federkern ist die einfachste Form dieser Matratzenart. Hier sind die Federn oben und unten breiter als in der Mitte und mit Drähten verbunden. Das führt dazu, dass die Bonell-Federkernmatratze eher flächen- als punktelastisch auf Druck reagiert. Der Bonell-Federkern sorgt für einen leicht schwingenden Liegekomfort. Viele Betten im Hotel sind mit solch einer Matratze ausgestattet. Auch die Federbox der Boxspringbetten besteht in der Regel aus Bonell-Federn. Eine Bonell-Federkernmatratze kombinieren Sie immer mit einem feststehen Lattenrost. Für verstellbare Lattenroste ist die Matratzenart nicht geeignet. Die Bonell-Federkernmatratze ist besonders für Menschen interessant, die einen federnden Liegekomfort schätzen und die eher schlank gebaut sind.

Der Aufbau einer Bonell-Federkernmatratze

Taschenfederkernmatratzen

Taschenfederkernmatratzen sind aufwendiger aufgebaut als Modelle mit Bonell-Federkern. Die einzelnen Federn sind hier in kleine Beutel, die sogenannten Taschen, eingenäht. Da die einzelnen Federn nicht miteinander verbunden sind, reagiert jede Feder individuell auf Druck. Taschenfederkernmatratzen zeichnen sich durch eine hohe Punktelastizität aus und bieten sehr gute Stützeigenschaften. Außerdem trennen die Taschen die Federn zuverlässig voneinander, weshalb die Taschenfederkernmatratze bei Bewegungen sehr leise ist. Insbesondere Seitenschläfer profitieren sehr, denn die Schultern und das Becken können tief in die Matratze einsinken. Die Wirbelsäule bleibt gerade und wird optimal gestützt. Du genießt einen entspannenden und erholsamen Schlaf. Taschenfederkernmatratzen kannst Du mit einem festen oder einem verstellbaren Lattenrost kombinieren, sofern Sie Kopf- und Fußteil nicht stark verstellen. Taschenfederkernmatratzen punkten nicht nur in normalen Betten, sie sind auch ideal für Boxspringbetten geeignet.

Tonnen-Taschenfederkernmatratzen

Das Geheimnis der Tonnen-Taschenfederkernmatratzen liegt in der besonderen Form der Federn. Die Federn dieser Matratzenart haben von der Seite betrachtet die Form einer Tonne oder eines Fasses. Die oben und unten schmal gedrehten Federn vergrößern zur Mitte hin ihren Umfang deutlich und erscheinen bauchig. Diese besondere Art, die Federn zu winden, sorgt für ein außergewöhnliches Federverhalten. Leichtem Druck geben die Federn der Tonnen-Taschenfederkernmatratzen schnell nach. Erhöht sich der Druck auf die Federn dagegen, steigt automatisch der Gegendruck an. Daher bieten Tonnen-Taschenfederkernmatratzen eine noch bessere Stützfunktion als normale Federkernmatratzen. Sie sind auch sehr gut für schwere Schläfer mit einem Gewicht von bis zu 200 kg geeignet.

3. Die Vorteile von Federkernmatratzen

Für die verschiedenen Federkernmatratzen sprechen neben ausgezeichnetem Schlafkomfort und einem angenehmen und gesunden Liegegefühl noch weitere Punkte. Zu den Vorteilen zählen:

  • Lange Lebensdauer: Hochwertige Federkernmatratzen zeichnen sich durch eine hohe Formbeständigkeit aus, die Federn verhindern das Entstehen von Liegekuhlen über viele Jahre.
  • Gute Durchlüftung: Federkernmatratzen sind sehr hygienisch, da das vergleichsweise luftige Innenleben Feuchtigkeit gut abtrocknen lässt. Sie sind sehr empfehlenswert für Menschen, die einen eher kühlen Schlafkomfort bevorzugen oder zu starkem nächtlichen Schwitzen neigen.
  • Geeignet für Betten mit Bettkasten: Die ausgezeichneten Klimaeigenschaften machen die Federkernmatratzen zur idealen Lösung für Betten, die nur wenig Durchlüftung von unten haben. Das ist beispielsweise bei Betten mit Bettkasten der Fall.
  • Fester Schlafkomfort: Federkernmatratzen sind in der Regel etwas härter als vergleichbare andere Matratzen.
Bett mit Federkernmatratze

4. Die Nachteile von Federkernmatratzen

Auch wenn die Vorteile bei Federkernmatratzen deutlich überwiegen, sollte Sie vor dem Kauf auch die Nachteile überdenken. Zu den ungünstigen Eigenschaften gehören unter anderem folgende Punkte:

  • Höheres Eigengewicht: Der Kern aus Stahlfedern macht diese Matratzen vergleichsweise schwer. Federkernmatratzen erscheinen deshalb beim Umdrehen, Beziehen oder dem Transport etwas unhandlich.
  • Kühles Schlafklima: Der gut durchlüftete Federkern sorgt für ein sehr ausgeglichenes Schlafklima. Wenn Du nachts schnell frierst, könntest Du Federkernmatratzen trotz Polsterung aus Schafwolle als unangenehm kühl empfinden. Ein zusätzlicher Topper kann das Problem lösen.
  • Bedingt geeignet für Allergiker: Theoretisch sind Federkernmatratzen aufgrund des trockenen Schlafklimas ideal für Allergiker, denn Hausstaubmilben fühlen sich dort weniger wohl. In der Praxis ist die offenporige Struktur aus Naturmaterialien problematisch und auch wenige Milben können Symptome verursachen. Außerdem könnten Allergiker auf Polstermaterialien aus Rosshaar oder Wolle reagieren. Deshalb sind Federkernmatratzen für Allergiker weniger empfehlenswert.

5. Woran Du eine gute Federkernmatratze erkennst

Leider sieht man Matratzen von außen ihre Qualität nicht an. Doch es gibt viele Informationen, die Dir helfen, Federkernmatratzen richtig einzuschätzen. Achte auf folgende Punkte:

  1. Federart: Der Bonell-Federkern ist die einfachste Ausführung. Eine Taschenfederkernmatratze ist deutlich hochwertiger, der Tonnen-Taschenfederkern ist die hochwertigste Ausstattungsvariante.
  2. Federzahl: Bei Federkernmatratzen gilt, dass mehr Federn besser sind. Taschenfederkernmatratzen sollten mindestens 1.000 Federn aufweisen, besonders hochwertige Modelle bieten bis zu 2.000 Federn pro Standardmatratze.
  3. Gangzahl: Fachleute nennen jede Windung einer Feder Gang. Je mehr Windungen die Federn haben, desto höher ist die Gangzahl und desto besser sind die Federeigenschaften.
  4. Polsterung: Achte bei der Auswahl auf eine Polsterung, die einerseits gut vor dem Druck einzelner Federn schützt und andererseits den Druck auf möglichst wenige Federn verteilt.
  5. Liegezonen: Für einen optimalen Schlafkomfort benötigt Dein Körper an verschiedenen Stellen einen nachgiebigen und an anderen einen festeren Untergrund. Federkernmatratzen mit unterschiedlichen Liegezonen bieten besonders viel Komfort.

6. Welche Federkernmatratze passt zu mir?

Die größte Rolle bei der Auswahl von Federkernmatratzen spielt der Härtegrad. Denn nichts ist unangenehmer, als die Nacht in einem zu harten oder zu weichen Bett zu verbringen. Federkernmatratzen sind in fünf verschiedenen Härtegraden erhältlich:

  • Härtegrad 1 (H1): sehr weich
  • Härtegrad 2 (H2): weich
  • Härtegrad 3 (H3): mittel
  • Härtegrad 4 (H4): hart
  • Härtegrad 5 (H5): sehr hart

Wichtig für die Auswahl von Federkernmatratzen sind Deine persönlichen Schlafvorlieben, Dein Gewicht sowie Deine Statur. Als Faustformel gilt: Je höher das Gewicht des Schläfers, desto fester sollte die Matratze sein. Doch es kommt nicht allein auf das Körpergewicht an, auch die Verteilung spielt eine Rolle. Sehr große Menschen sind vergleichsweise schwer, aber das Gewicht verteilt sich auf einer großen Fläche. Daher dürfen Federkernmatratzen hier weicher sein als bei einer kleineren Person mit ähnlichem Körpergewicht.

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